Aktuelles
Neues Lehrbuch: „Experimentelle Methoden: Eine Einführung“
Ein neues Lehrbuch von Doris Mücke und Petra Schumacher ist erschienen. Es hat den Titel „Experimentelle Methoden: Eine Einführung“ und präsentiert die wichtigsten Methoden der Datenerhebung im Bereich der Sprachwissenschaften – wie z.B. einfache Fragebögen, Reaktionszeitstudien bis hin zu technisch aufwändigeren Methoden wie Blickbewegungsmessungen etc. Es erläutert die Grundsätze des experimentellen Designs sowie der Durchführung von quantitativen experimentellen Studien und diskutiert sie anhand von linguistischen Beispielen. Die behandelten Fragestellungen stammen aus Prosodie, Phonetik, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Verlags: link.springer.com/book/10.1007/978-3-476-05782-2
Neues interdisziplinäres DFG-Projekt mit RWTH Aachen bewilligt
Am IfL-Phonetik beginnt im Januar 2027 das Projekt "PIA - Prosodisch-akustische Natürlichkeit in Face-To-Face-Interaktionen in virtuellen Umgebungen mit Embodied Conversational Agents in verschiedenen Situationstypen".
Es wird von der DFG für 3 Jahre gefördert und umfasst u.a. eine PhD-Stelle (65%, TVL13). Das Projekt ist interdisziplinär ausgerichtet und wird von Stefan Baumann in Zusammenarbeit mit Janina Fels (Akustik, RWTH Aachen), Torsten Kuhlen und Andrea Bönsch (beide Informatik mit Schwerpunkt VR, RWTH Aachen) durchgeführt.
Die Interaktion zwischen zwei Gesprächspartnern basiert auf einem komplexen, situationsabhängigen Zusammenspiel von visuellen und auditiven Aspekten. Um diese Komplexität unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen, werden oft Virtual Reality (VR) Techniken genutzt, um Versuchspersonen in lebensnahe audio-visuelle Umgebungen zu versetzen. In diesen werden anthropomorphe Charaktere, sog. Embodied Conversational Agents (ECAs), als Interaktionspartner eingesetzt. Damit ECAs als glaubwürdige Interaktionspartner akzeptiert werden, ist ein hohes Maß an wahrgenommener sozialer Präsenz erforderlich. Dabei wird die Illusion, mit einer realen Person zu interagieren, maßgeblich durch das verbale und nonverbale Verhalten der ECAs beeinflusst.
Dieses Projekt wird anhand systematischer Nutzerstudien in zwei VR-basierten, sich hinsichtlich ihrer “Privatheit” unterscheidenden Situationstypen untersuchen, wie sich das Zusammenspiel zwischen prosodischen und (raum-)akustischen Faktoren in der Sprache eines ECAs auf das Sprachverhalten eines menschlichen Interaktionspartners auswirkt.
Simon Roessig leitet neues Projekt im SFB 1252
Jun.-Prof. Dr. Simon Roessig erhält DFG-Förderung für ein dreijähriges Projekt im SFB 1252 Prominenz in Sprache. Das neue Projekt A08 mit dem Titel „Die Rolle von Pausen bei der Prominenz-Markierung“ verbindet verschiedene Perspektiven, indem es sowohl Sprachproduktion auf Basis von spontanen Dialogen als auch Perzeption untersucht. Ziel ist es, mehr darüber herauszufinden, ob und wie Pausen mit prosodischer Prominenz auftreten. Das Projekt beinhaltet außerdem durch den Vergleich zwischen Deutsch und Französisch ein sprachübergreifendes Element. Die Förderung wird eine Doktorand*innenstelle für 36 Monate finanzieren.
Rhythm is a timescale
Ein neues Buchkapitel von Aviad Albert und Martine Grice wurde kürzlich von Cambridge University Press veröffentlicht. Das Kapitel erscheint in einem neuen Sammelband über zeitgenössische Perspektiven zum Rhythmus in der Sprache, herausgegeben von Lars Meyer und Antje Strauß. „Rhythm is a timescale“ präsentiert eine neue Synthese von Studien aus verschiedenen Fachgebieten, um die Rolle des Rhythmus in der Sprache zu erklären und aufzuzeigen, wie er sich vom Rhythmus in der Musik unterscheidet. Im Wesentlichen argumentiert das Kapitel, dass Rhythmus als ein perzeptiver Effekt der zeitlichen Integration innerhalb einer bestimmten Zeitskala verstanden werden sollte.
Auf das Kapitel kann über den folgenden DOI zugegriffen werden: 10.1017/9781009295888.017
Maria Lialiou erhält IPA PhD Thesis Award
Maria Lialiou wurde von der International Phonetic Association mit dem IPA PhD Thesis Award 2025 ausgezeichnet. Der Preis wurde, nach einem hochkompetitiven Auswahlverfahren, ex aequo verliehen und würdigt zwei Dissertationen von außergewöhnlicher wissenschaftlicher Qualität.
Das Komitee lobte Marias Dissertation „Prosody and attention orienting: The role of rising intonation in speech processing” für ihre hohe wissenschaftliche Stringenz, konzeptionelle Klarheit und ihren wesentlichen Beitrag zur phonetischen Forschung.
Der IPA PhD Thesis Award umfasst eine Urkunde, eine dreijährige kostenlose IPA-Mitgliedschaft, einen Konferenzreisekostenzuschuss von bis zu 300 € und das Angebot, nach einem Peer Review einen Artikel im Journal of the International Phonetic Association (JIPA) zu veröffentlichen.
Interview mit Doris Mücke und Michael Barbe: Forschung wirkt für Menschen mit Parkinsonkrankheit
Doris Mücke (Phonetik) und Michael Barbe (Neurologie) wurden im Rahmen der Interviewreihe „Forschung wirkt…“ des Transferbüros der Uni Köln zu ihrer Zusammenarbeit in der Parkinsonforschung befragt. Das Interview kann auf der Seite des Transferbüros gelesen werden: https://www.uni-koeln.de/transfer/aktuell/interviewreihe-forschung-wirkt/prof-dr-muecke-prof-dr-barbe-forschung-wirkt-fuer-menschen-mit-parkinsonkrankheit
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