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Willkommen in der Diskurslinguistik!

Die Diskurslinguistik an der Universität zu Köln untersucht pragmatische, kognitive und semiotische Aspekte langer Diskurseinheiten. Dabei wird „Diskurs“ als Domäne des Sprachgebrauchs (vgl. Du Bois) aufgefasst. Des Weiteren wird er als Prozess und nicht als Produkt betrachtet (vgl. Widdowson). Die Schwerpunkte in der Forschung und Lehre beinhalten die Schnittstelle zwischen Syntax und Pragmatik, die Struktur des Diskurses über den Satz hinaus, konzeptuelles Mapping, Blending und die Kompressionsprozesse, die hinter figurativer Sprache stehen. Zudem steht dabei der Zusammenhang zwischen Texten und soziokulturellen Kontexten zeitgenössischer und antiker Quellen (z. B. Kommunikationsstrategien, Textproduktion und -performanz) im Vordergrund, ebenso wie der theoretischer Hintergrund von multi- und intermodalen Eigenschaften mündlicher Genres. Synchrone und diachrone Ansätze bedienen sich moderner theoretischer Frameworks bei der Untersuchung linguistischer Phänomene in altgriechischen Korpora. Korpora aus anderen Sprachen werden nach und nach hinzugefügt. Die Forschungs- und Lehrgruppe freut sich auf weitere Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Instituts für Linguistik sowie anderen Instituten innerhalb und außerhalb der Universität zu Köln. 

Weiter Informationen zum neuen MA Profilmodul "Diskurslinguistik" finden Sie hier.

News

Interessieren Sie sich für die Transkription von Konversationen? Hier haben wir ein Tutorial für die Verwendung von der 2022 gelaunchten software DOTE, erstellt von einer unserer Doktorand*innen aus dem Institut für Linguistik! 

 

  • Nikolaus P. Himmelmann ist Labex EFL International Chair 2024

    Prof. Himmelmann wurde vom Laboratoire d’excellence “Fondements Empiriques de la Linguistique” (EFL) zum International Chair gewählt und wird im März 2024  vier Vorträge in Paris halten zum Thema "Taking spoken language seriously".

  • Kölner Forschungsgruppe entziffert rätselhafte Schrift aus der Antike

    Vieles von dem, was heute über das Kuschana-Reich und seine Einwohner bekannt ist, stammt aus chinesischen, griechischen oder römischen Quellen. Einen Teil der Schriftzeugnisse dieser zentralasiatischen Kultur konnte bislang niemand lesen, denn das Schriftsystem, in dem sie verfasst waren, war nicht entziffert. Den Kölner Linguisten Svenja Bonmann, Jakob Halfmann und Natalie Korobzow ist nun der Durchbruch gelungen: das Rätsel der unbekannten Kuschana-Schrift ist gelöst.  
    Auch das Kölner Universitätsmagazin berichtet darüber.

  • Maria Bardají i Farré zu Gast bei Radio Republik Indonesia Tolitoli

    Bei einem interaktiven Dialog mit dem Titel "TANTANGAN DAN UPAYA PELESTARIAN BAHASA DAERAH" (Challenges and efforts for the preservation of regional languages) sprach Maria Bardají i Farré am 26.07.2023 über die westaustronesische Sprache Totoli.  

  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Professor Nikolaus P. Himmelmann, Allgemeine Sprachwissenschaft, ein Reinhart Koselleck-Projekt bewilligt

    Unter dem Titel „Taking Spoken Language Seriously / Gesprochene Sprache ernst nehmen“ befasst sich das Projekt über einen Zeitraum von fünf Jahren mit der Frage der Relevanz von Eigenschaften gesprochener Sprache für die grammatische Analyse. Die Fördersumme beträgt eine Million Euro.
    Reinhart Kosseleck-Projekte werden ausschließlich an Forschende vergeben, deren Lebenslauf sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen auszeichnet. Gefördert wird besonders innovative und im positiven Sinne risikobehaftete Forschung.
    Wir gratulieren!

  • Das Acquisition Sketch Projekt

    Das Acquisition Sketch Projekt ist eine Initiative, die darauf abzielt, das Wissen über den Erwerb von wenig untersuchten Sprachen zu erweitern. Das Projekt kombiniert Erkenntnisse aus dem Kinderspracherwerb und der Sprachdokumentation und bietet eine detaillierte Beschreibung, wie man Daten sammelt und eine "Erwerbsskizze" einer Sprache auf der Grundlage von nur 5 Stunden naturalistischer Daten schreibt.